Verwüstungsfahrt vom 01.11.2019 – Anklage erhoben

- Folgemitteilung zu den Gemeinsamen Pressemitteilungen der Staatsanwaltschaft Landau und Polizeidirektion Landau vom 01.11.2019, 14.11.2019, 27.11.2019 und 04.12.2019

Die Staatsanwaltschaft Landau hat gegen zwei 16- und 17-jährige Jugendliche aus Landau und dem Kreis Südliche Weinstraße, die am frühen Morgen des 1. November 2019 mit einem Radlader auf einer Verwüstungsfahrt von Landau auf die Kleine Kalmit in Arzheim erhebliche Beschädigungen und Zerstörungen verursacht haben, Anklage zum Jugendrichter des Amtsgerichts Landau wegen Sachbeschädigung, gemeinschädlicher Sachbeschädigung und teilweiser Zerstörung von Bauwerken erhoben.

Den beiden Jugendlichen wird in der Anklage zur Last gelegt, sich im Goethepark Zugang zu einem Radlader verschafft und mit diesem einen Bagger umgeworfen, zwei Laternen abgeknickt und auf der weiteren Fahrt Bäume, Verkehrsschilder, erntereife Maisfelder und Weinberge beschädigt sowie eine Grillhütte in Arzheim und eine dort aufgestellte Liegebank zerstört zu haben. Weiterhin wird den beiden Angeschuldigten vorgeworfen, auf der Kleinen Kalmit mehrfach mit den Gabelzinken des Radladers gegen eine Wand der Kapelle gedrückt und schließlich das Vordach der Kapelle aus der Verankerung gerissen zu haben.

Insgesamt soll ein Sachschaden von knapp 110.000,- Euro entstanden sein.

Das Amtsgericht Landau hat nun über die Zulassung der Anklage und die Eröffnung des Hauptverfahrens zu entscheiden.

Möhlig
Leitende Oberstaatsanwältin